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31.03.2026

«Angehörige können ganz viel tun, einfach nicht das, was sie gerne würden»

Marina Jungs erwachsener Sohn starb nach vier Jahren intensivem Kokainkonsum. In ihren Bestseller «Kokainjahre» ist sowohl ihre Erfahrung als Mutter eines Sohns mit einer Suchterkrankung eingeflossen als auch viel Fachwissen, das sie sich in den Jahren danach angeeignet hat. Im Interview spricht sie über die Rolle der Angehörigen.

«Angehörige können ganz viel tun, einfach nicht das, was sie gerne würden»

Marina Jung, Autorin von «Kokainjahre», sagt: «Das Wissen, das ich heute habe, hätte mich befähigt, eine andere Haltung einzunehmen, meinem Sohn, seiner Erkrankung und seinem irritierenden Verhalten gegenüber. Dies hätte auch mein Verhalten beeinflusst.» (Bild: PD)

Sabine Arnold

Weshalb hat «Kokainjahre» einen so grossen Erfolg?

Das Thema ist sehr aktuell, alle sprechen über Kokain. Es gibt in Europa eine Kokain-Schwemme. In der Schweiz und den angrenzenden Ländern sind Crack-Szenen sichtbar geworden. Zudem bewegt das Thema Sucht in der Familie: Einerseits spricht das Buch Familien an, die bereits betroffen sind. Es bedient andererseits Bedürfnisse von Eltern, die wissen wollen, wie sie eine Suchterkrankung ihrer Kinder verhindern können. Viele spricht auch die Kombination aus Fach- und Erfahrungswissen an, die ins Buch eingeflossen ist. Das höre ich oft als Feedback.

Was hat Sie bewogen, dieses Buch zu schreiben?

Das Ganze war ein Prozess, der weit vor der Buchidee begann. Nach dem Tod meines Sohnes wollte ich verstehen, was passiert ist und ich begann alles zu lesen, zu sammeln und zu hören, was ich zum Thema Sucht und Kokain fand: Studien, Bücher, Podcasts. Je mehr ich mich mit der Thematik beschäftigte, umso mehr merkte ich, wie naiv wir uns verhalten hatten. Uns fehlte im Umgang mit der Situation relevantes Fachwissen. Aus dieser Erkenntnis entstand die Idee, dass mein heutiger Wissensstand für andere Angehörige wichtig sein könnte. Heute wünschte ich, ich hätte dieses Wissen bereits damals gehabt.

Was wäre anders gewesen?

Kokain wäre immer noch gleich gefährlich. Das Risiko, dass eine schwere Kokainabhängigkeit tödlich endet, bestünde ebenso. Aber ich glaube, das Wissen, das ich heute habe, hätte mich befähigt, eine andere Haltung einzunehmen, meinem Sohn, seiner Erkrankung und seinem irritierenden Verhalten gegenüber. Dies hätte auch mein Verhalten beeinflusst. Wenn ich mich meinem Sohn gegenüber anders verhalten hätte, hätte sich die Situation in bestimmten Momenten entspannt.

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«Nachdem meine Mutter Ihr Buch gelesen hatte, sagte sie: Schade gab es das nicht schon bei deiner Konsumzeit, ich glaube, es hätte uns viele Missverständnisse erspart.»

Feedback eines Lesers

Sie meinen zu Hause?

Das ist zwar alles hypothetisch, aber ja, wir hätten innerhalb der Familie einen anderen Umgang gehabt. Mehr Verständnis hätte zu weniger Konflikten geführt. Weniger Konflikte hätten zu weniger Schuld- und Schamerleben bei meinem Sohn geführt. Suchtkranke Menschen leiden sehr unter Schuld und Scham. Ein Teufelskreis: Der erneute Konsum erscheint ihnen als bestes Mittel, um diesen negativen Gefühlen zu begegnen. 

Mit welchen Fragen waren Sie konfrontiert, als Sie realisierten, dass Benedict kokainabhängig ist?

Als ich erfuhr, dass er Kokain konsumiert? Rückblickend betrachtet, war er damals bereits abhängig, aber das verdrängte ich noch. Ich hatte ganz praktische Fragen: Wie kann ich meinen Sohn aufklären, damit er aufhört? Wie kann ich ihm begreiflich machen, dass diese Substanz sein Leben ruinieren wird? Der zweite Punkt war: Wie kann ich verhindern, dass er wieder konsumiert? Aus heutiger Sicht ist das eine völlig sinnlose Frage, aber ich hatte ein starkes Bedürfnis nach Kontrolle. Ich schämte mich ebenfalls und fragte mich, wie ich verhindern kann, dass unser Umfeld erfährt, was bei uns los ist. Aus heutiger Sicht weiss ich: Das sind die falschen Fragen.

Aber es sind naheliegende Fragen.

Später beschäftigten mich folgende Fragen: Wie finden wir Hilfe für Benedict? Welche Art von Hilfe gibt es? Wie erhalten wir Eltern Unterstützung, um mit der Situation besser klarzukommen? Viel später stellte sich dann auch die Frage, wie wir die furchtbare Situation, in der wir uns befanden, nach aussen kommunizieren sollten. Man kann nicht immer Einladungen ausschlagen und die Frage, wie es einem geht, oberflächlich beantworten. Irgendwann muss man ehrlich sein, mindestens im engeren Umfeld. 

«Ich hatte als Mutter das Gefühl, ich hätte alles falsch gemacht. Das ist vielleicht der Hauptgrund, weshalb ich mich so intensiv mit diesem Thema zu beschäftigen begann.»
Marin Jung, Autorin von «Kokainjahre»

Mit welchen Gefühlen hatten Sie zu tun?

Ich war schockiert, als ich erfuhr, was bei Benedict abgeht. Rasch befielen mich auch Gefühle von Ohnmacht und Hilflosigkeit. Ich wollte die Situation kontrollieren und gleichzeitig loswerden. Sie konnte und durfte nicht sein. Manchmal war ich auch wütend. Dann kam Trauer dazu. Ich war unendlich traurig, das Leiden meines Sohnes mitansehen zu müssen. Zu Beginn bedeutet Kokain Vergnügen, irgendwann bedeutet es nur noch Konsequenzen. Ich konnte Benedict nicht helfen. 

Fragten Sie sich als Mutter, was sie falsch gemacht haben?

Klar, ich hatte das Gefühl, ich hätte alles falsch gemacht. Das ist vielleicht der Hauptgrund, weshalb ich mich so intensiv mit diesem Thema zu beschäftigen begann. Ich wollte eine Erklärung haben. Die Selbststigmatisierung spielte dabei eine grosse Rolle.

Ging Ihr Mann anders damit um?

Er ist nicht so emotional wie ich. Er schaltete mehr den Verstand ein. Aber er war natürlich auch extrem betroffen. Was wir erlebten, steckt auch der rationalste Mensch nicht weg. Es war einfach furchtbar, und es gab Momente, in denen wir zu zweit nur noch weinten und nicht mehr weiterwussten. Es vergeht übrigens auch heute kein Tag, an dem wir nicht über damals sprechen.

Welche Unterstützung brauchen Angehörige?

Ich ging zur Suchtberatung und erwartete ein Patentrezept, das das Problem schnell löst. Klar, das war unrealistisch, deshalb würde ich es wichtig finden, dass man zu Beginn die Erwartungshaltungen klärt. Was sind die Möglichkeiten und Grenzen einer Suchtberatung? Heute weiss ich, dass sie keine Wunder vollbringen kann, weder bei den Konsumierenden noch bei den Angehörigen. Helfen würde es aber, die unterschiedlichen Zielsetzungen zu klären. Wir Eltern wünschten uns Abstinenz, Benedict wollte weiter konsumieren. Das ist ein riesiger Zielkonflikt. Wir hätten uns über mögliche Zwischenziele unterhalten können. Das habe ich damals vermisst.

Eine Suchtberaterin muss Angehörigen beibringen, dass sie keinen Einfluss auf den Konsum haben. Ist das nicht demotivierend?

Sie muss es einfach anders formulieren. Sie kann zum Beispiel sagen: «Die Verantwortung zum Ausstieg aus der Sucht liegt zu hundert Prozent bei der suchtkranken Person. Als Angehörige haben Sie trotzdem eine wichtige Rolle in diesem Prozess.» Dann kann man aufzeigen, inwiefern man das suchtkranke Familienmitglied unterstützen kann. Darüber hinaus braucht es Experten- und Prozessberatung. Suchtberatende sollten kein Wissen voraussetzen, sondern abklären, was das Gegenüber bereits über eine Substanz weiss. Ich hatte mich über Kokain informiert, aber es gibt relevante Informationen, die in keinem Flyer und auf keiner Website stehen.

«Dass Kokain eine unbändige Gier nach mehr auslöst, ist für mich als Mutter höchst relevant zu wissen. Damit ich das rastlose Verhalten meines konsumierenden Sohnes verstehen kann.»
Marina Jung

Welche Informationen?

In den Broschüren steht häufig, dass Kokain leistungssteigernd wirkt und Euphorie auslöst, aber nicht, dass es kein Sättigungsgefühl nach sich zieht, sondern eine unbändige Gier nach mehr auslöst. Das ist höchst relevant, damit ich das rastlose Verhalten meines konsumierenden Sohnes verstehen kann. Er hielt es manchmal kaum eine halbe Stunde am Esstisch aus. Und er war insgesamt angetrieben und gereizt. Das verstand ich damals nicht.

War es für Sie relevant zu wissen, dass Sucht eine Krankheit ist?

Ich arbeitete ja in der Psychiatrie und wusste das selbstverständlich. Theoretisch zumindest. Nichtsdestotrotz hätte man mir ohne Weiteres einmal sagen dürfen: «Ihr Sohn ist schwer krank.» Das hörte ich nie. Transparenz ist nötig und relevante Aspekte sollten gegenüber Angehörigen benannt werden. Fachwissen über Substanzen und über die Dynamik einer Suchterkrankung gehören auch dazu. Denn eine Sucht hat auch etwas Irrationales. Mein Sohn versicherte mir wiederholt, er wolle seine Beziehung, sein Studium oder sein Erspartes nicht aufs Spiel setzen. Zwei Wochen später hatte er den nächsten Rückfall. Ich dachte, wenn er es intellektuell versteht, wenn ich es ihm genug gut erkläre, hört er auf. Hier wäre Aufklärung wichtig gewesen, um Erwartungshaltungen zu relativieren.

Sie sprachen von Prozessberatung. Was verstehen Sie darunter?

Ein suchtkrankes Kind zu begleiten, ist ein Prozess. Expert*innen kennen den Suchtverlauf, wissen, dass Rückfälle zur Krankheit und zur Genesung gehören. Deshalb geht es auch darum zu schauen, wie man als Familie mit Rückfällen umgeht, wie man am besten kommuniziert. Es macht einen Unterschied, ob ich zu meinem Sohn sage: «Du nimmst deine Verantwortung nicht wahr, wenn du weiter konsumierst.» Oder: «Willst du erzählen? Was ist passiert?» Das erste ist eine Abwertung, das zweite ein Türöffner, ein Beziehungsangebot.

Das Beziehungsangebot ist der Hebel, den die Angehörigen haben?

Ja! Es entspricht meiner tiefsten Überzeugung, dass Beziehung das Wertvollste ist, das wir unseren suchtkranken Kindern anbieten können. Angehörige können nämlich ganz viel tun, einfach nicht das, was sie gerne würden, nämlich per Knopfdruck den Konsum zu stoppen.

Sie erwähnen in Ihrem Buch auch die leistungssensible Suchttherapie. Diese Methode wurde von Martin Fleckenstein entwickelt, dem Co-Leiter Beratung und Therapie in der Suchtfachstelle Zürich. Was gefällt Ihnen an diesem Ansatz?

Der leistungssensible Ansatz ist primär eine Haltung und die macht den Unterschied, weil sie das Verhalten definiert. Wenn ich Sucht als Krankheit anerkenne, dann sitzt mir kein kokainkonsumierender, sondern ein kranker Sohn gegenüber. Wenn ich die Haltung habe, dass ich den Konsum nicht kontrollieren kann, dann muss ich auch auf der Verhaltensebene darauf verzichten, in seinem Schrank nach der Substanz zu suchen. 

Der leistungssensible Ansatz geht noch weiter: Er beinhaltet, dass man die Leistung würdigt, die ein suchtkranker Mensch erbringt. Heute weiss ich, wie schwer es ist, clean zu bleiben, immer gegen den Suchtdruck zu kämpfen. Diese Leistung habe ich jedoch viel zu wenig gewürdigt. Benedict hatte immer wieder abstinente Phasen. Die längste dauerte neun Monate. Als Eltern konnten wir das nicht adäquat wertschätzen, sondern verurteilten jeweils den Rückfall.

«In der Entstigmatisierung sind wir erst einen Schritt weiter, wenn in der breiten Bevölkerung angekommen ist, dass Sucht weder Charakter- noch Willensschwäche ist, sondern eine Krankheit, und wenn man aufhört, von Selbstverschulden zu sprechen.»
Marina Jung

Die leistungssensible Suchttherapie würdigt auch die Leistung, die die Eltern von suchtkranken Kindern erbringen.

Genau. Es geht mir nicht um meine eigene Leistung. Aber im Kontakt mit Eltern, die sich bei mir melden, realisiere ich jedes Mal aufs Neue, wie viel sie aushalten und leisten. Es ist höchst bewundernswert, wenn sie schwierige Gefühle bis hin zur Todesangst um das Kind und Ungewissheit oftmals über lange Zeit aushalten. Das soll man auch würdigen. Es gibt keinen Grund, dass sie sich schämen müssen. Eltern sollten «Scham-los laut» sein dürfen. Sie haben auch Bedürfnisse, die aber häufig vergessen gehen.

Von welchen Bedürfnissen sprechen Sie?

Angehörige brauchen einen Resonanzraum, in dem sie gehört werden und ihr Verhalten reflektieren können. Ein kompetenter Suchtberater schafft es erstens, wichtige Themen kritisch zu beleuchten. Punkt zwei wäre die Selbstfürsorge. Alle sprechen davon, aber niemand weiss, wie diese genau umgesetzt werden soll. Wenn mir die Suchtberaterin rät, wieder einmal in die Ferien zu gehen, ich mich aber in einer höchst belastenden psycho-sozialen Situation befinde, dann geht das einfach nicht. Vielleicht wäre der Hinweis besser, sich etwas Kleines zuliebe zu tun, zum Beispiel eine Massage.

Welche Reaktionen hätten Sie sich von Freund*innen und Bekannten gewünscht?

Dass sie Sucht als Krankheit akzeptieren. Dass sie auf zwar gut gemeinte, aber nicht zielführende Ratschläge verzichten. Dass sie Anteil nehmen, ohne neugierig zu sein. Man merkt relativ schnell, ob jemand nur anruft, um seine Sensationslust zu befriedigen oder aus echtem Mitgefühl. Fast das Schönste fand ich, wenn auch Freund*innen oder Verwandte es schafften, unserem suchtkranken Sohn Beziehung anzubieten. Einmal sagte meine Schwägerin auf einer Familienwanderung – zu der sich Benedict überwinden musste, weil er sich zunächst schämte –, sie freue sich ungemein, dass er auch dabei sei. Das löste so viel aus. Das zeigte zum Beispiel, dass Benedict mehr ist als seine Sucht. Er ist immer noch der Neffe und der coole Häuptling, den die kleinen Cousins bewundern. Er ist jetzt einfach krank. 

Sie versprachen Ihrem Sohn eine Belohnung, sollte er bis 20-jährig nicht rauchen oder Drogen konsumieren. Das beurteilen Sie aus heutiger Sicht als Fehler. Wie kann ich es als Mutter eines vorpubertären Sohns besser machen?

Als Eltern soll man sich Substanzkompetenz aneignen. Für mich waren Kokain, Heroin, Cannabis und LSD alles brandgefährliche Substanzen, und meine Präventionsparole war: Finger weg! Die Pubertät und das junge Erwachsenenalter sind nun aber mal mit Experimentieren verbunden und damit, Grenzen auszuloten. Als Mutter sollten Sie Ihre Haltung klar vermitteln, zum Beispiel, dass Sie gegen den Konsum von Drogen sind. Trotzdem ist es wichtig, Offenheit zu signalisieren: «Sprich mit mir, wenn es zu einem Konsum gekommen sein sollte».

Ich finde es auch wichtig, Kindern aufzuzeigen, dass es unterschiedliche Substanzen mit unterschiedlichen Wirkcharakteren gibt und diese auch positive Empfindungen auslösen können. Wenn man nur die negativen Effekte von Substanzen thematisiert, wirkt man als Eltern unglaubwürdig.

Heute wird mehr über Kokain gesprochen in der Öffentlichkeit, auch dank Ihrem Buch. Hat sich das Tabu etwas gelockert?

Man muss differenzieren. In Suchtfachkreisen wird anerkannt, dass Sucht eine Krankheit ist. 2024 gab es jedoch eine Untersuchung über die Situation im Gesundheitswesen und in der breiten Bevölkerung und das Resultat war: Die Stigmatisierung von Sucht im Gesundheitswesen ist immer noch gleich gross wie in der breiten Bevölkerung. Das finde ich erschütternd. So lange ausserdem Medienschaffende in Beiträgen und Referierende an Fachveranstaltungen Begriffe wie «Süchtige» und «Junkies» verwenden, sind wir immer noch weit von einer Entstigmatisierung entfernt. Wir sind erst einen Schritt weiter, wenn in der breiten Bevölkerung angekommen ist, dass Sucht weder Charakter- noch Willensschwäche ist, sondern eine Krankheit, und wenn man aufhört, von Selbstverschulden zu sprechen. Es ist wichtig aufzuzeigen, dass hinter jeder Sucht ein Mensch steht. Vielleicht können Geschichten von suchtkranken Menschen bei der Entstigmatisierung helfen.

Marina Jung: Kokainjahre. Rüffer & Rub, Zürich, 2025. 288 S. 


 

Die Eltern von Benedict Jung haben die gemeinnützige Stiftung JOBEMA für Jugendliche und junge Erwachsene gegründet. Ihr Ziel: Suchterkrankungen zu enttabuisieren und junge Menschen mit einer Abhängigkeit zu unterstützen. Marina Jung ist Betriebsökonomin und Sozialberaterin und heute Geschäftsführerin der Stiftung.

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